Sonntag, 8. Januar 2017

Mein Lesejahr 2016 | Meine Lieblingsbücher des Jahres

Heute folgt ein letzter Blogbeitrag mit einem Rückblick auf 2016. Neben dem allgemeinen Rückblick In ein paar Worten, der BuchSaiten Blogparade und meinen Lesestatistiken 2016 möchte ich euch natürlich jene Bücher nicht vorenthalten, die mich in 2016 am meisten begeistern konnten. Eigentlich sollte dies eine schöne Top 5 werden, aber es sind dann doch sieben Bücher geworden, die ich euch gern ans Herz legen möchte:


 (In der Reihenfolge, in der ich sie 2016 gelesen habe:)



Selja Ahava - Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm
Annas Geschichte beginnt in Finnland, sie ist eine alte Frau und lebt in einem Pflegeheim. Rückblickend, gemeinsam mit dem Leser, geht Anna nun auf eine Erinnerungs-Reise in ihre Vergangenheit, zu ihrer Jugend in Finnland, ihrer großen Liebe Antti, ihrem Neuanfang in London und eben zu jenem Tag, an dem ein Wal durch London schwamm....
Diese Geschichte ist wahrhaftig ein kleines Kunstwerk, denn auf poetische und einfühlsame Weise thematisiert die Autorin eine Krankheit, über die aktuell viel gesprochen wird: Demenz. Doch dieses Buch ist so leise, mit so vielen ungewöhnlichen Momenten zum Nachdenken, dass man nicht das Gefühl hat, über eine Krankheit zu lesen. Eine Autorin, die man sich merken muss!


Benedict Wells - Vom Ende der Einsamkeit
Ich bin bereits ein großer Wells-Fan, seit ich 2010 Becks letzter Sommer las. Und wie habe ich auf ein neues Buch des Autors gefreut! Lange hat er sich Zeit gelassen mit seinem vierten Roman, doch das kam der Qualität des Textes eindeutig zugute. Vom Ende der Einsamkeit ist ein melancholischer, nachdenklich stimmender Roman, der sich anhand einer Geschwisterkonstellation mit den großen Themen Verlust, Einsamkeit und Lebensperspektiven beschäftigt. Mein Fazit? Benedict Wells ist wesentlich reiferer, stilsicherer und ein richtig guter Erzähler geworden.


Torben Kuhlmann - Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus
Ich weiß nicht mehr, wann und wo ich auf Torben Kuhlmann zuerst aufmerksam wurde. Aber als ich das Cover seines Erstlings Lindbergh das erste Mal sah, war es um mich geschehen. Ich will nicht sagen, dass ich ein besonderes Faible für Mäuse habe, aber dieses Exemplar hier ist schon ziemlich niedlich. Gemeinsam mit Kuhlmanns Vorliebe für technische Zeichnungen ist ein Bilderbuch entstanden, welches Kinder und Erwachsene gleichsam fasziniert. Lindbergh hat auf jeden Fall meine Liebe für illustrierte Bücher neu entfacht!


Jane McMorland Hunter (Hg.) - Ode to London. Poems to Celebrate the City
Einen Lyrikband habe ich in 2016 gelesen, aber in diesen habe ich mich wirklich verliebt. Ode to London ist - wie der Titel schon sagt - eine Hommage an London. Verschiedenste englische Lyriker, darunter bekannte wie Auden, Blake, Eliot oder Wordsworth, sind hier mit ihren Gedichten über London vertreten und zeigen damit auch einen geschichtlichen Abriss, denn die Texte reichen vom 17. bis ins 21. Jahrhundert. Gemeinsam mit vielen Illustrationen, ähnlich jenem auf dem Cover ist Ode to London ein ganz besonderes (Geschenk)buch für alle anglophilen Leser.


Eva Lohmann - Kuckucksmädchen
2015 habe ich Eva Lohmanns autobiographisches Werk Acht Wochen verrückt gelesen (im Hörbuch) und es war eines jener Bücher, die mich gedanklich noch sehr sehr lang begleitet haben. Deshalb war es für mich keine Frage, auch Eva Lohmanns Roman Kuckucksmädchen zu lesen. Und da er hier in dieser Liste auftaucht, könnt ihr wohl ahnen, dass mich auch dieses Buch sehr begeistern konnte.
In Kuckucksmädchen geht es um die 30-jährige Wanda, die ihr Leben zwar ganz okay findet, aber eigentlich nach dem großen Glück sucht. Doch dieser Wunsch führt bei Wanda eher zu Apathie. Woher weiß man, welche Entscheidungen die richtigen sind und welche uns wirklich glücklich machen? Ein sehr kluger und gleichsam emotionales Buch über die "Generation Option".


Pia Solèr - Die Weite fühlen
Auf Pia Solers autobiographisches Werk Die Weite fühlen bin ich auf der Frankfurter Buchmesse gestoßen. ,James Rebanks' The Shepherd's Life stand schon länger auf meiner Wunschliste, nichtsahnend, dass es ein ähnliches deutschsprachiges Buch bereits auf dem Markt gibt. Die Weite fühlen ist kein Roman und auch keine Biografie, die Schweizer Hirtin Pia Soler hat hier ihre Erlebnisse, alltäglichen Ereignisse und Gedanken niedergeschrieben. Viele kleine Momentaufnahmen, die am Ende doch einen recht privaten Einblick in einen uns doch eher unbekannten Lebensstil erlauben. Beim Lesen beneidet man Pia Soler um ihre Naturverbundenheit, man möchte sofort raus in die Natur, wieder freier und achtsamer leben.


Maggie Gernatowski (Hg.) - About my Shelf
Ein weiteres sehr besonderes Buch hat es abschließend in diese Liste hier geschafft. Auf About my Shelf bin ich doch tatsächlich durch Instagram aufmerksam geworden. Da ich selbst großer Fan des Musik-bewusst-Hörens bin und auch selbst Plattenspieler und zwei handvoll Platten besitze, stand dieses Buch, welches 20 Interviews über Bücher- und Plattenregale enthält, ganz schnell ganz weit oben auf der Wunschliste. Im Herbst habe ich es mir dann gegönnt und von Zeit zu Zeit die Interviews der Autoren (zu ihren Plattenregalen) und die Interviews der Musiker (zu ihren Bücherregalen) gelesen. Ein spannendes Konzept, welches in dem tollen Layout 1A aufgeht. Ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch noch ganz oft durchblättern werde, um mir den ein oder anderen Lektüre/Musik-Tipp abzuholen.

Welches waren die Bücher, die euch in 2016 am meisten begeistern konnten? Ist ein Buch  dabei, von dem ihr jetzt schon wisst, dass ihr es auf jeden Fall noch einmal lesen möchtet?  Falls ihr auf euren Blogs auf Top-Listen zu diesem Thema erstellt habe, freue ich mich  natürlich auf eure Links!

Donnerstag, 5. Januar 2017

Mein Lesejahr 2016 | In Zahlen und Fakten

Wir würden wohl nicht alle von Lesejahren, Büchermonaten, gelesenen Seiten und Challenges reden, wenn uns die ganzen Statistiken rund ums Lesen nicht auch Spaß machen würden. So habe ich in den letzten Tagen fleißig zusammengezählt, Herkunftsländer gegoogelt, Publikationsdaten geprüft und kann jetzt mit ein paar Zahlen und Fakten rund um mein Lesejahr 2016 aufwarten. Auf gehts!

Anfang letzten Jahres hatte ich mir ein Leseziel von 60 Büchern gesetzt. Und ... ich habe am 31.12.2016 mein 60. Buch beendet. Punktlandung! Im Durchschnitt waren dies 5 Bücher im Monat. Da dies in der Realität aber etwas anders aussah, zeigt folgendes Diagramm.



Ich hatte mir die Anzahl von 60 Büchern mit dem Wissen gesetzt, dass ich sie nur würde schaffen könne, wenn ich einen größeren Anteil an Hörbüchern, Graphic Novels und Bilderbüchern lesen würde. Insgesamt lag die Verteilung bei:

                                                                 41 Bücher
                                                                 19 Hörbücher

Ich hätte nie gedacht, dass ich so viele Hörbücher gehört habe! Ich rechne pro Monat eigentlich immer mit einem. Aber diese Zahl zeigt, wie viel Zeit ich doch mit dem Weg zur / von der Arbeit verbringe - denn nur dann höre ich Hörbücher. Bezogen auf die verschiedenen Altersgruppen sah die Verteilung wie folgt aus:

                                                                 19    Belletristik & Sachbuch
                                                                 21    Jugendbücher
                                                                 13    Bilderbücher
                                                                  4     Graphic Novels
                                                                  3     Kinderbücher

Hier zeigt sich, dass ich etwas unzufrieden mit meinem Lesejahr war. Denn von 41 gelesenen Büchern, waren fast die Hälfte Graphic Novels und Bilderbücher. Fasst man alle Bücher und Hörbücher zusammen, so kam ich 2016 auf 

7132 Seiten und 7888 Hörbuchminuten

umgerechnet circa 14 096 Seiten insgesamt

...willkommen im Berufsleben, könnte ich diese Zahl wohl kommentieren. Pro Buch macht dies übrigens im Durchschnitt  eine Seitenzahl von 235 Seiten. Wenn man bedenkt, dass ein "normaler" Roman etwa 300 Seiten umfasst, sieht man doch, viel die Bilderbücher und Graphic Novels den Schnitt nach unten gesenkt haben. Mein dickstes Buch war übrigens Die Nachtigall mit 608 Seiten, das Dünnste ein Bilderbuch mit 28 Seiten.

Die beiden größten Gruppen der Jugendbücher und Erwachsenenliteratur habe ich mir auch noch im Hinblick aufs Genre genauer angeschaut.



Also wenn dieses Diagramm etwas aussagt, dann ja wohl, dass ich in 2016 ein ziemlicher Querbeetleser war! Erstaunlich 'hoch' war für mich die Anzahl der historischen Romane (4), erstaunlich niedrig die Anzahl der Thriller (1). Mal sehen, welches mein Lieblingsgenre 2017 wird!


Im Jugendbuch ist die Verteilung ähnlich gemischt. Ich hätte aber eigentlich gern mehr realistische Jugendbücher gelesen. Und eigentlich auch gern weniger Mainstream und dafür etwas experimentierfreudige Jugendbücher.

Etwas erstaunt war ich zugegeben bei der Auswertung der Erscheinungsjahre. Ich wusste zwar, dass ich recht viele neuere Bücher gelesen habe, aber dass die Statistik so klar (einseitig) ausfällt, hätte ich nicht gedacht. 2017 möchte ich auf jeden Fall wieder ein paar Klassiker lesen!


Neben dem Publikationsjahr habe ich mir auf die Autoren der gelesenen Bücher genauer angeschaut. Bei 60 Büchern waren 32 Autoren weiblich und 22 Autoren männlich, die restlichen 6 Bücher stammten von gemischten Autorenteams. Damit bin ich eigentlich zufrieden. Nicht ganz zufrieden bin ich, wenn ich mir die Herkunftsländer der Autoren anschaue:



Fast 75% all meiner gelesenen Bücher in 2016 kommen aus Deutschland, den USA und dem UK. "Reading diversely" sieht irgendwie etwas anders aus. Auch das möchte ich in 2017 wieder ändern. Was mich allerdings freut, ist, dass ich bei 60 Büchern 47 neue Autoren gelesen habe.




Mir hat es viel Spaß gemacht, diese Zahlen zusammen zu suchen, auch wenn ein Großteil davon wohlmöglich keine Auswirkungen auf mein Leseverhalten haben wird. Was ich mir aber dennoch aus diesen Zahlen heraus für 2017 vornehme: Mehr lesen, vielfältiger lesen, mehr Älteres/Klassiker lesen. Ich bin gespannt, was ich in einem Jahr zu berichten habe!

Wenn euch übrigens interessiert, welche Bücher ich im Detail gelesen habe, so schaut doch einmal in meiner Kategorie "Gelesene Bücher" vorbei!



Und wie sieht das bei euch aus? Führt ihr auch Lesestatistiken? Habt ihr daraus schon  einmal spannende Erkenntnisse über euer Leseverhalten gewonnen, die euch zunächst gar  nicht so bewusst waren?


Dienstag, 3. Januar 2017

Mein Lesejahr 2016 | Die 8. BuchSaiten Blogparade

Der Rückblick auf das vergangene Lesejahr ist als Buchblogger natürlich eine Pflichtsache. Da es aber noch ein paar Momente dauert, die genauen Lesestatistiken zu erheben, Hörbuchminuten in Seitenzahlen umzurechen und eventuell ein paar feine Törtchendiagramme parat zu haben, möchte ich heute zumindest schon an der BuchSaiten Blogparade teilnehmen. Die findet dieses Mal bereits in der 8. Folge statt. Ich habe bereits 2014 und 2015 Katrins Fragen beantwortet, und freue mich, heute damit fortzusetzen:

(Wenn ihr auf die Buchtitel klickt, führt euch das zur jeweiligen Verlagsseite)

Die positive Überraschung in 2016: 
Jay Asher - Tote Mädchen lügen nicht


Als ich Tote Mädchen lügen nicht im Januar begann, sah ich es eher als 'Pflichtlektüre' an. Also eines jener Bücher, die man einfach gelesen haben sollte. Aber bereits nach wenigen Minuten hatte mich die Geschichte gepackt und die Stimme von Robert Stadlober tat ihr übriges. Ich hätte es hinterher gleich ein zweites Mal hören können. Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Geschichte emotional doch so mitnimmt und: Ich kann verstehen, warum dieses Buch so ein Erfolg ist.

Die leider negative Überraschung in 2016: 
Jessi Kirby - Mein Herz wird dich finden


Zugegeben, hier hat mich zuerst das Cover angesprochen. Und auch der Kurztext klang nicht schlecht. Doch diese Insta-Love Geschichte mit wenig Handlung, dafür vielen Wiederholungen und einer Protagonistin, die so gar nicht aus ihren Fehlern lernt, war dann doch eine herbe Enttäuschung. Wäre Noah nicht so ein authentischer und liebenswerter Charakter gewesen, ich hätte es wohl abgebrochen...

Die Autoren-Neuentdeckung des Jahres:  
Selja Ahava


Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm von Selja Ahava war so ein Buch, von dem ich schon ahnte, dass es mir gut gefallen könnte. Dass mich der Stil der Autorin aber im Endeffekt so sehr begeistern würde, hätte ich nicht gedacht. Was die Autorin hier im eher seltenen Genre des magischen Realismus geschaffen hat, ist nahezu einzigartig. Noch dazu ist dieses Buch das Debüt der Autorin. Ihr könnt euch also vorstellen, dass ihr zweiter Roman, welcher nun im Februar 2017 erscheint, schon sehnsüchtig von mir erwartet wird.

Das Lieblingscover 2016: 
Torben Kuhlmann - Lindbergh


Ich hatte dieses Jahr keinen einzigen Coverkauf zu vermelden. Die Auswahl für diese Kategorie viel mir dementsprechend nicht ganz so leicht. Zudem, weil kein Cover für mich unendlich hervorgestochen ist. Entschieden habe ich mich dann für ein Buch, welches nicht nur durch sein Cover, sondern durch seine Bilder insgesamt begeistert: Diese Maus muss man lieben! Kuhlmanns aktuelles Bilderbuch Armstrong habe ich dann später im Jahr übrigens auch direkt gelesen. Mäuse malen, dass kann der Kuhlmann ziemlich gut!

Auf der Leseliste für 2017 ganz oben steht:
Joanna Rakoff - Lieber Mr. Salinger


Oh je, oh je, das ist schon ein bisschen peinlich. Lieber Mr. Salinger stand bereits auf meiner Leseliste für 2016 so weit oben. Und immer wieder haben sich andere Bücher dazwischengemogelt. So steht es heute immer noch ungelesen im Regal. (Und wahrscheinlich war das der Fehler, ich hätte es mir wohl direkt offen hinlegen sollen). Nun plagt mich das schlechte Gewissen schon etwas. Deshalb wird Lieber Mr. Salinger ganz ganz ganz bald gelesen werden, jawoll!

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Die BuchSaiten Blogparade ist eine Umfrage zu eurem vergangenen Lesejahr. Dieses Jahr wird sie auf Die Liebe zu den Büchern von Petzi betreut. Dort findet ihr auch die originalen Fragen sowie bestimmt ganz viele tolle Buchtipps der anderen Buchblogger.

Die Rechte für die Coverabbildungen liegen bei den Verlagen: cbj audio/Randomhouse | Fischer Sauerländer | mare | NordSüd Verlag | Knaus/Randomhouse

Sonntag, 1. Januar 2017

Das Jahr des Taschenbuchs: Mein Buchkauf im Dezember & Jahresfazit [#jdtb16]


Der Dezember ist vorbei und damit kommt auch die Aktion Das Jahr des Taschenbuchs zu ihrem Ende. Aber bevor ich zum Fazit der Aktion komme, möchte ich euch natürlich noch meinen Dezember-Buchkauf vorstellen!
Im Frühjahr hatte ich mir vorgenommen, nun jeden Monat ein Taschenbuch eines anderen Verlags zu kaufen. Dementsprechend waren die Möglichkeiten im letzten Monat dann schon etwas beschränkter. Von meiner Bücherwunschliste tat sich kein Buch besonders hervor, sodass ich Anfang Dezember, pünktklich zur Eröffnung derselben, unsere neue lokale Buchhandlung besuchte und mich vom dortigen Angebot inspirieren lassen wollte.
Ich ließ mir Zeit und blättere/las in ziemlich viele Bücher hinein. Schließlich entschied ich mich für eines, von dem ich bislang noch nichts gehört hatte. Die Autorin - Judith W. Taschler - war mir aber aufgrund ihrer neueren Werke (Roman ohne U und bleiben) zumindest ein Begriff. Ihr Roman Die Deutschlehrerin weckte sofort mein Interesse; wohl besonders deshalb, weil E-Mails eine größere Rolle darin spielen. Aktuell bin ich auf Seite 47 und ich muss sagen: Gefällt mir sehr! Der spontane Buchkauf vor Ort funktioniert also immer noch ganz gut! ☺




Mathildas große Liebe, Xaver, hat sie verlassen. Daraufhin erleidet die junge Frau einen Nervenzusammenbruch. Sechzehn Jahre später scheint sie endlich einen Platz im Leben gefunden zu haben: Mathilda ist Deutschlehrerin in einer anderen Stadt. Da taucht Xaver, inzwischen gefeierter Jugendbuchautor, plötzlich wieder auf. Die beiden rekapitulieren ihre gescheiterte Beziehung. Die Geburt von Xavers Sohn nur wenige Monate nach der Trennung und dessen Entführung werden zum Angelpunkt ihrer Begegnung. Ein raffiniertes und fesselndes Spiel um Liebe, Rache Schuld nimmt seinen Lauf …
 
(Quelle: http://www.droemer-knaur.de/buch/7985706/die-deutschlehrerin)




Zunächst: Mir hat die Aktion viel Freude gemacht. Sich jeden Monat überlegen, welche Taschenbücher man schon längst gelesen haben wollte, zwischendurch über den Hashtag #jdtb16 immer wieder tolle Buchtipps zu erhalten und im Buchladen auch wieder öfter das Taschenbuchregal anzusteuern waren schöne Momente, die mich durch das Jahr begleitet haben.



Mit Elan bin ich ins Jahr gestartet und habe mir gleich zwei Taschenbücher gekauft. Im Februar habe ich gemerkt, dass ich nicht derart viel Zeit zum Lesen habe und mir vorgenommen, nur ein Buch pro Monat ganz bewusst auszuwählen. Im Mai habe ich festgestellt, dass ich nach 5 Monaten erst Bücher von drei Verlagen gekauft hatte. Scheinbar hatte ich wohl bereits meine Favoriten unter den Verlagen, was mir bis dahin gar nicht so bewusst war - also auch ein Erkenntnisgewinn! Daher nahm ich mir ab Juni vor, von nun an jeden Monat das Taschenbuch eines anderen Verlags zu wählen. Challenge accepted! Am Ende des Jahres zogen Bücher von dtv, Berlin Verlag, btb, Dumont, Fischer, Diogenes, Piper, ullstein, HarperCollins (UK) und Droemer bei mir ein. Vierzehn Bücher sind es insgesamt geworden, eines davon englischsprachig.



Und auch wenn ein bis maximal zwei Bücher pro Monat natürlich nicht viel erscheinen, so muss ich doch zugeben, dass ich bisher noch nicht alle dieser Bücher gelesen habe. Der Vorsatz, in den Buchhandel zu gehen, mir ein Buch auszuwählen und dieses auch direkt zu lesen, hat also nicht immer so gut funktioniert. Schade, eigentlich. Sicherlich liegt es daran, dass ich natürlich noch einige ungelesene Bücher im Regal stehen habe und Buchkäufe daher eher redundant sind. Was lese ich also zuerst? Die neuen oder die alten? Natürlich wusste ich dies zu Anfang der Aktion, aber mir lag es am Herzen, die Aktion zu unterstützen. Und es ist ja auch ein schöner Gedanke zu wissen, dass einige der Bücher, die ich mir dieses Jahr ganz bewusst ausgewählt habe, mich noch in 2017 begleiten werden, oder?

Ich hoffe, euch hat die Aktion genauso Freude gemacht wie mir! Wie viele Taschenbücher durften in 2016 in euer Regal einziehen? Und habt ihr eventuell auch neue Leseschätze entdeckt, von denen ihr vorher noch gar nicht wusstet?


'Das Jahr des Taschenbuchs' ist eine gemeinsame Aktion von KIELFEDER & DIE LIEBE ZU DEN BÜCHERN, um wieder mehr Aufmerksamkeit und Begeisterung für Taschenbücher zu bewirken. Jeden Monat (im Zeitraum des Jahres 2016) soll mindestens 1 Taschenbuch gekauft und darüber im Blog berichtet werden.


Samstag, 31. Dezember 2016

Rückblick auf 2016 || In ein paar Worten...

  © The Lines Between

Vorherrschendes Gefühl für 2017?
Fingerkribbeln.

2016 zum ersten Mal getan?

auf einer 20er-Jahre-Party getanzt
 im größeren Stil ausgemistet
einen Arbeitsvertrag für länger als 1 Jahr unterschrieben
allein in einen Gottesdienst gegangen

 2016 (nach langer Zeit) wieder getan?

einen neuen Laptop gekauft
Bowling gespielt
eine sehr gute Schulfreundin getroffen & umarmt
allein gefühlt

2016 leider gar nicht getan?

regelmäßig Sport gemacht
spontane Wochenendtrips gestartet
ein Buch in einer Nacht durchgelesen

2016 glücklicherweise gar nicht getan?

Zukunftsängste gehabt

Wort des Jahres?

Feierabend

Zugenommen oder abgenommen?

Zugenommen. Lag eindeutig aber nur an dem
fehlenden Sport, siehe oben.

Stadt des Jahres?

Bayreuth

Alkoholexzesse?

Nein. Überhaupt dieses Jahr:
sehr wenig Alkohol.

Haare länger oder kürzer?

Gleich kurz.
Seit nunmehr 5 Jahren. Hui.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Weitsichtiger. An einem Ort länger als 1 Jahr zu bleiben
fühlte sie schon wie Luxus an.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Fürs Essen: Mehr.
Für die Freizeit: Weniger

Verliebt?

Jein.

Getränk des Jahres?

Kaffee

Essen des Jahres?

Ofengemüse

Am häufigsten angerufen? 

Schwer zu sagen, dieses Jahr.
Insgesamt habe ich aber viel zu wenig telefoniert.
Notiere: Vorsatz für 2017.

Die schönste Zeit verbracht mit?

Buchmenschen

Die meiste Zeit verbracht mit?

den Arbeitskollegen
(und zwar nicht nur auf der Arbeit!)

Song des Jahres?

Philipp Poisel - Eiserner Steg

Alben des Jahres?

Alexa Feser - Gold von Morgen

Buch des Jahres?

Benedict Wells - Vom Ende der Einsamkeit

Konzert(e) des Jahres?

...kein einziges...
Große Schande.

TV-Serie des Jahres?

Pretty Little Liars

Film des Jahres?

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Erkenntnis des Jahres?

Erst musst du selbst glücklich sein.
Dann kommt der Rest.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Innere Unruhe
Migräneattacken
den Hass erschreckend vieler Menschen

Schönste/s Ereignis/se?

den Traumjob gefunden, wenn auch auf Zeit
die Buchmesse in Frankfurt
das Wissen, das Freunschaften bleiben - wenn man sie pflegt

2016 mit einem Wort?

bittersüß



Ich hoffe, euer Jahr endet auch mit einem positiven Gedanken! Den Rückblick auf die Bücher gibt es dann in den nächsten Tag. Rutscht gut rein! Ich freue mich auf ein tolles Bloggerjahr 2017!
 

Sonntag, 4. Dezember 2016

Das Jahr des Taschenbuchs: Mein Buchkauf im November [#jdtb16]


Das Jahr und damit auch die Aktion Das Jahr des Taschenbuchs neigt sich dem Ende zu. Die Wunschliste für neue Taschenbücher ist natürlich noch sehr lang, aber da ich im Laufe des Sommers gemerkt habe, dass ich viel zu wenig von jungen deutschen AutorInnen lese, war ich mir schnell darüber klar, dass ich mich für meinen Buchkauf im November eben auf diese Gruppe beschränken wollte. Zudem hatte ich mir zur Mitte des Jahres für die Aktion vorgenommen, möglichst Bücher von verschiedenen Verlagen zu kaufen und zu lesen. Ich wollte die Verlage ja möglichst breit gefächert unterstützen. Damit fielen dtv, btb, Berlin Verlag, Dumont, Kein & Aber, Fischer, Piper und Ullstein mittlerweile weg, denn von diesen Verlagen habe ich dieses Jahr bereits ein oder mehrere Bücher gekauft. Entschieden habe ich mich letztlich für:



Ist es leichter glücklich oder unglücklich zu sein? 
Von Griechenland bis Niedersachsen, von den Fünfzigerjahren bis in die Gegenwart: In ihrem neuen Roman erzählt Vea Kaiser in ihrem einzigartigen Ton von der Glückssuche einer Familie und deren folgenreichen Katastrophen, von Möchtegern-Helden und Herzensbrechern. Und von der großen Liebe, die man mehrmals trifft. In einer niedersächsischen Kleinstadt wird die Erotik der deutschen Sprache entdeckt. In der österreichischen Provinz sehnt sich ein skurriler Schlagerstar nach einer Frau, die er vor 40 Jahren verlor. In einer Schweizer Metropole macht ein liebeskranker Koch dank pürierter Ameisen Karriere. Und auf einer griechischen Insel sucht ein arbeitsloser Gewerkschafter verzweifelt seinen Ehering, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Doch alles beginnt in einem vom Krieg entzweiten Dorf an der albanisch-griechischen Grenze. [...] Mit hinreißender Tragikomik, einem liebevollen Blick für Details und furioser Fabulierlust folgt Vea Kaiser der Geschichte einer unvergesslichen Familie, die auseinandergerissen werden musste, um zusammenzufinden. Ein Roman über das Aushalten von Sehnsucht und Einsamkeit, über Neuanfänge, Sandburgen für die Ewigkeit und die Schönheit des Lebens als Postkartenmotiv.
 
(Quelle: http://www.kiwi-verlag.de/buch/makarionissi-oder-die-insel-der-seligen/978-3-462-04742-4/)

Bereits seit Vea Kaiser 2012 in einer Literaturbeilage der Zeit vorgestellt wurde, wollte ich etwas von ihr lesen. Zu ihrem Debüt Blasmusikpop bin ich allerdings nie gekommen. Vielleicht auch, weil mich die österreichische Provinz 2012 noch nicht so sehr interessierte. Als nun letztes Jahr Kaisers zweites Buch Makarionissi erschien war mir klar: Das liest du nun aber wirklich! Im Regal steht es nun, und wartet darauf, (hoffentlich) noch im Dezember gelesen zu werden. Wie sieht das bei euch aus: Interessiert euch die junge deutschsprachige Literatur?


'Das Jahr des Taschenbuchs' ist eine gemeinsame Aktion von KIELFEDER & DIE LIEBE ZU DEN BÜCHERN, um wieder mehr Aufmerksamkeit und Begeisterung für Taschenbücher zu bewirken. Jeden Monat (im Zeitraum des Jahres 2016) soll mindestens 1 Taschenbuch gekauft und darüber im Blog berichtet werden.


Samstag, 12. November 2016

Denn das Auge liest mit... oder: Warum ich mich nun doch für die Büchergilde entschieden habe

Als bibliophiler Mensch zelebriert man schöne Bücher. Früher wohl eher, indem man sie mit dem Cover nach vorn im Regal platzierte, heute vor allem auch in den Sozialen Medien. Auf Instragram findet man allein unter dem Hashtag #bücherliebe über 125.000 Bilder. Das Interesse an dem haptischen Produkt Buch scheint ungebrochen. Wenn es von einem Buch mehrere Ausgaben gibt, überlege ich vor dem Kauf, welche Ausgabe mir persönlich am meisten zusagt.


Warum es von einem Buch verschiedene Ausgaben gibt, kann ganz unterschiedliche Gründe haben:  Das Taschenbuch ist bei einem anderen Verlag erschienen als die gebundene Ausgabe, ein Verlag relauncht ein älteres Werk seines Programms, Werke werden gemeinfrei und können von verschiedenen Verlagen mit unterschiedlicher Gestaltung herausgebracht werden. 
Die Büchergilde nimmt hier einen besonderen Platz ein, denn ihre Vorgehensweise ist, dass sie Lizenzen beliebter und erfolgreicher Titel einkauft, um diese Titel in hoher herstellerischer Qualität und meist mit besonderer Ausstattung noch einmal neu herauszubringen.


Mir ist die Büchergilde bereits länger ein Begriff und ich habe schon mehrfach überlegt, ihr beizutreten, um dadurch die Möglichkeit zu haben, besondere Ausgaben von Büchern zu erwerben, und dabei aber einen ähnlichen Preis wie im Buchhandel zu zahlen. Natürlich unterliegt Gestaltung aber einem sehr subjektivem Empfinden und nicht jeder empfindet das Gleiche als schön. Zudem hat Tilman von 54Books vor 1,5 Jahren einen Blogpost über die Büchergilde geschrieben, der mich sehr zum Nachdenken gebracht hat, denn die Kritik, die er äußert, ist sehr verständlich.



Auf der Buchmesse in Frankfurt nun hatte ich zum ersten Mal die Möglichkeit, die Bücher der Büchergilde in die Hand zu nehmen und in einige hineinzublättern. Und ich musste zugeben, noch immer gefallen mir nicht alle Ausgaben, die die Büchergilde produziert, aber doch eine gewisse Anzahl. Und als mich die Mitarbeiterin am Stand darauf hinwies, dass Neumitglieder quasi als Willkommensgeschenk 2 neue Bücher für 5€ bekommen, da dachte ich: Okay, ich probiere das jetzt mal aus. Denn über Dinge zu urteilen, die man selbst nicht kennt / nicht gemacht hat, ist ja sowieso eine fragwürdige Einstellung.



Also habe ich mich auf der Messe für zwei Bücher entschiedenen. Die Gestaltung von Das geheime Leben der Bäume hat mich zur Mitgliedschaft bewogen, und das Burger Unser als Willkommensgeschenk zum quasi-Schnäppchenpreis zu bestellen, freute den Geldbeutel. Das Burger Unser ist übrigens ein Beispiel dafür, dass die Büchergilde auch Originalausgaben anderer Verlage vertreibt, ohne diese neu aufzulegen.


Innerhalb weniger Tage hatte ich meine Bestellung sowie das aktuelle Quartalsheft daheim. Als Mitglied der Büchergilde verpflichtet ihr euch quasi, pro Quartal einen Kauf bei der Büchergilde zu tätigen (egal in welcher Höhe, und egal ob Buch, Film, Hörbuch Musik oder Nonbook). Und seien wir ehrlich: alle drei Monate ein Hardcover für 15 bis 20€ zu kaufen, das passiert mir so oder so. Warum dann nicht in besonderer Ausgabe? Zudem kaufe ich gehypte oder gar Bestseller selten direkt nach Erscheinen, sodass ich mit dem späteren Erscheinungsdatum bei den Büchergilde-Ausgaben auch kein Problem habe.


Meinen Quartalskauf für 04/2016 habe ich nun also getätigt, bis März habe ich nun Zeit für die nächste Bestellung. Die Büchergilde hat übrigens auch über 80 Partnerbuchhandlungen, in denen man sich viele Ausgaben vor Ort anschauen/kaufen kann. Leider liegt keine davon in meiner unmittelbaren Umgebung, sodass mir hier nur der Online-Kauf bleibt. Um mir die Entscheidung zu erleichtern, und um euch vielleicht noch ein bisschen neugierig zu machen, hier eine Verlags- und Büchergildenausgaben im direkten Vergleich:

Büchergilde (18,95)   ||   Diogenes (22,00)

Büchergilde (15,95)   ||   Aufbau/Blumenbar (18,00)

 Büchergilde (18,95)   ||   Hanser (21,90)

 Büchergilde (32,00)   ||    Hanser (39,90)

Ich muss aber auch zugeben, dass es einige Covergestaltungen der Büchergilde-Ausgaben gibt, die mir nicht zusagen und mir dementsprechend dort die Originalausgabe besser gefällt:

Büchergilde (17,95)   ||   Luchterhand (19,99)

Büchergilde (19,95)   ||   Hanser (24,90)


Seid ihr Mitglied in der Büchergilde? Oder steht ihr dem eher skeptisch gegenüber? Wie wichtig ist euch die Gestaltung eines Buches? Ich bin gespannt auf eure Antworten und vielleicht habt ihr ja noch den ein oder anderen Tipp für mich, was besondere / bibliophile Ausgaben betrifft!

*Ich werde übrigens von der Büchergilde in keinster Weise gesponsert oder dergleichen. Ich hatte einfach nur Lust, einen ausführlichen Artikel über deren Programm zu schreiben...